Ganz gleich, was du vermietest – Zimmer, Wohnung oder ein ganzes Haus: Als Vermieter hast du bestimmten Pflichten nachzukommen. Davon sind einige sogar gesetzlich festgeschrieben. Die Paragraphen 535-549 BGB regeln dabei das Mietrecht, insbesondere die allgemeinen Vorschriften für Mietverhältnisse.
Das Mietrecht schreibt dir vor, dass du das zu vermietende Objekt, das Haus oder Ferienhaus, in dem es sich befindet, und den entsprechenden Preis angeben musst. Außerdem solltest du einen Zusatz einfügen, dass es sich um eine zeitweise, vorübergehende Vermietung handelt.
Mietet ein Monteur oder Handwerker ein Zimmer bei dir, musst du ihm die Unterkunft in einem „zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand" überlassen. Du beherbergst ihn und stellst sicher, dass die Mietsache in Ordnung und funktionstüchtig ist.
Dabei gibt es einige wichtige Pflichten zu beachten.
Es wichtig, Müll richtig zu entsorgen und zu trennen. Als Vermieter musst du sicherstellen, dass dein Mieter seiner Mülltrennpflicht nachkommen kann. Das bedeutet: Du stellst ausreichend Müllbehälter zur Verfügung.
Die Müllbehälter aus den Zimmern werden dann in die Mülltonne entsorgt, die sich an einem Abstellplatz befindet. Achte unbedingt darauf, dass der Abstellplatz keine Rettungs- oder Fluchtwege sowie Notausgänge versperrt.
Denk auch daran: Volle Tonnen locken leider oft Ungeziefer an. Dein Mieter darf sich weder durch unangenehme Gerüche noch durch Ungeziefer belästigt fühlen. Informiere deinen Mieter am besten in der Hausordnung über die korrekte Abfallentsorgung.
Hier kannst du eine Vorlage für die richtige Mülltrennung in Deutsch & Polnisch kostenlos herunterladen, ausdrucken & nutzen!
Das kennst du sicher aus der eigenen Nutzung von Wohnung und Gegenständen: Einiges geht kaputt, manches nutzt sich ab und anderes muss repariert werden. So kann es auch bei der Vermietung vorkommen, dass kleine Schönheitsmängel ausgebessert und nötige Reparaturen durchgeführt werden müssen.
Als Vermieter bist du grundsätzlich verpflichtet, das Gebäude, die Wohnung oder das Zimmer instand zu halten und Mängel zu beheben. Das bedeutet zum Beispiel: Die Heizung muss in den kalten Monaten auch wirklich wärmen, sauberes Wasser muss aus den Leitungen fließen, der Kühlschrank muss kühlen und das Bett darf nicht zusammenbrechen, wenn sich dein Monteur gerade hinlegen möchte.
Wichtig zu wissen: Eine Instandhaltung (nach DIN 31051) umfasst alle vorbeugenden Maßnahmen, die verhindern sollen, dass schwere Mängel auftreten. Dazu gehören:
Ist ein Feuer erst einmal ausgebrochen, kannst du schnell und in kürzester Zeit dein Hab und Gut verlieren. Deshalb ist es wichtig und zwingend erforderlich, Maßnahmen zu ergreifen, die der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch vorbeugen.
Als Vermieter bist du für die Sicherheit in deinem Haus, deiner Wohnung oder deinem Zimmer verantwortlich. Das umfasst einiges:
Rauchmelder und Feuerlöscher: Du musst in allen Zimmern vorgeschriebene Rauchmelder anbringen und an allgemein genutzten Flächen Feuerlöscher bereitstellen. Wichtig: Die Wartung von Rauchmeldern und Feuerlöschern liegt ebenfalls in deiner Verantwortung.
Fluchtwege: Weise die Fluchtwege klar aus und sorge dafür, dass diese frei zugänglich bleiben. Damit deine Mieter im Brandfall den Fluchtweg finden und nutzen können, muss die Beleuchtung funktionieren.
Brandgefahren beseitigen: Achte darauf, dass keine unnötigen Brandrisiken in der Unterkunft existieren.
Brandschutzmaterialien: Bei der Einrichtung deiner Unterkunft solltest du weitestgehend schwer entflammbare Stoffe und Materialien sowie feuerhemmende Türen verwenden.
Elektrische Installationen: Alle elektrischen Installationen in Haus, Wohnung oder Zimmer müssen fachmännisch durchgeführt worden sein.
Um dich vor Sachbeschädigungen zu schützen und auf bestimmte Regeln hinzuweisen, empfiehlt es sich, in jedem vermieteten Zimmer oder jeder Wohnung gut sichtbar eine Hausordnung auszuhängen. Dort legst du klare Regeln über die Verhaltensweise in deiner Unterkunft fest.
Selbstverständlich sollte ein eindeutiges Rauchverbot herrschen und auf Schadensersatz bei mutwilliger Sachbeschädigung hingewiesen werden. Mit einer Hausordnung sicherst du dich zusätzlich rechtlich ab und schützt dein Eigentum. Bei Zuwiderhandlungen und Schadensfällen kannst du auf dieses Schriftstück verweisen.
Überprüfe deshalb nach jedem Auszug deines Mieters den Zustand deiner Einrichtung und dokumentiere entstandene Schäden unmittelbar.